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Der Outdoor-Fotograf | 15. August 2017

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Nodalpunktadapter für Panorama-Fotografien im Eigenbau

Gerade im Bereich Landschaftsfotografie steht man häufig vor einer Kulisse, die man mit nur einem Foto nicht erfasst bekommt. In genau diesen Fällen erstelle ich dann gern ein Panorama. Es werden also mehrere sich teilweise überlappende Fotos gemacht und am heimischen PC zusammengefügt. Um jede hierfür benötigte Aufnahme vom gleichen Standpunkt aus machen zu können, benötigt man zwangsläufig ein Stativ.

Wer sich schon einmal an einem Panorama versucht hat, stößt ebenso zwangsläufig auf den sogenannten Parallaxenfehler. Dieser tritt, trotz Stativ, beim Drehen der Kamera auf und bewirkt, dass sich Vorder- und Hintergrund gegeneinander verschieben. Je näher sich Motive im Vordergrund befinden, desto extremer ist dieser Effekt zu erkennen. Bedeutet im Ergebnis, dass sich die Vordergrundobjekte von Bild zu Bild jeweils an einer anderen Position (in Bezug auf den Hintergrund) befinden.

Nutzt man für das Zusammensetzen ein Panorama-Software oder Photoshop, stoßen diese häufig an ihre Grenzen und das Ergebnis ist fehlerhaft. Ich lege meine Einzelbilder manuell übereinander, blende sie anschließend zusammen und musste schon vor dem ein oder anderen Panorama kapitulieren.

Bei meiner Recherche zu diesem Problem tat sich nun die Lösung in Form eines Nodalpunktadapers auf. Er bewirkt, dass sich die Kamera beim Drehen nicht mehr um die Längsachse des Stativs dreht, sondern ermöglicht die Drehung um die „optische Mitte“ (Nodalpunkt) des Objektivs.

Solche Adapter bekommt man natürlich im Foto-Fachhandel. Leider kosten sie einige Euro und waren mir, als Hobbyfotograf, zu teuer. Ich sucht also nach einer Alternative und stieß auf den Artikel von „Bauanleitung: Nodalpunktadapter für perfekte Panoramen selbst bauen – günstig, leicht, stabil!“ von Gunther Wegner. Kosten unter 60 €. Die benötigten Komponenten bestellte ich und baute ihn gemäß der Anleitung zusammen.

Natürlich probierte ich den Adapter umgehend aus, stieß aber auch sofort auf ein weiteres, wenn auch kleineres, Problem. Beim seitlichen Drehen der ganzen Apparatur hatte ich Schwierigkeiten, die Horizontlinie beizubehalten. Damit er die Waage hält, muss der Kugelkopf nämlich exakt senkrecht stehen. Ich war demzufolge gezwungen, alle drei Stativbeine einzustellen, um dies zu erreichen.

Deshalb habe ich meinen Nodalpunktadapter um einen Schwenkkopf, als Alternative zu Gunther’s Rotator, erweitert. Dieser Schwenkkopf kostet zwischen 43 € und 49 € (besagter Rotator ab 160 €).
Die Handhabung gestaltet sich hiermit um einiges einfacher. Das Stativ wird einfach in eine stabile Position gebracht. Die Ausrichtung der Kamera-Adapter-Kombination wird mittels Kugelkopf vorgenommen. Und die Drehungen mit Hilfe des Schwenkkopfes realisiert. Hier ein Foto des Ganzen.

Nodalpunktadapter im Eigenbau

Für die, die den Nodalpunktadapter nachbauen möchten, hier die Links der benötigten Komponenten:

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